freePBX - Durchwahlen bei VoIP-TK-Anlagen

Datum der Veröffentlichung

Mittels Software nachgebaute Telefonanlagen verwenden eine komplett andere Sprache, als wir mit IT gewohnt sind. Hier versuche ich, die Welten ein bisschen  zusammenzubringen.

Von Extensions, Trunks, Ring-Groups, Queues und Announcements.

Einige Fachwörter aus der TK-Welt in die IT-Welt übertragen

Für mich ist die Denke der Telekommunikation am ehesten zu verstehen, wenn ich sie mir anhand der Technologie hinter E-Mail verdeutliche.

Die Extension (Durchwahl) vergleiche ich mit der Mailbox. Sie ist unabhängig von der konkreten Mailadresse. Extensions im FreePXB-Kontext erreichen wir über das Menü Applications->Extensions.

Wir brauchen die Extension, um daran Credentials (Anmelde-/Zugangsdaten) zu hängen, die von irgendeinem Endgerät genutzt werden. Ob das ein echter Apparat oder ein Stück Software ist, ist erst einmal egal. Jede Extension erhält auch mit Einrichtung eine “interne” Rufnummer.

Dann haben wir Rufnummern. Diese sind in einem Vorgängerprozess als Trunks angelegt worden. Im Grunde sind Trunks sehr ähnlich zur Extension. Aus der Perspektive der SIP-Telefonanlage hat so ein Trunk Credentials und die TK-Anlage ist der “Client”. Dass auf dem Trunk wiederum “echte” Rufnummern geschaltet werden ... naja. Meist ist das Aufgabe des darauf spezialisierten Dienstleisters. Bei uns ist das sipgate. Trunks werden bei FreePBX über den Menüeintrag Connectivity->Trunks konfiguriert.

Anschlüsse unterteilen wir üblicherweise in Rufnummern, die konkreten Personen zugeordnet werden (in der Mailmetapher vorname.nachname@example.com), Funktions- oder Bereichsrufnummern (sales@example.com) und der Zentrale (info@example.com). Da die Rufnummern komplett unabhängig von Extensions behandelt werden können und der Rufnummernplan von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich ist, kann das gut und unabhängig von der konkreten Telefonanlage vorbereitet werden. Eine einfache Tabelle mit allen Rufnummern und Angaben, wo sie klingeln sollen und was passiert, wenn dort niemand drangeht, reicht.

Sobald der Rufnummernplan steht, kann es konkret mit der Umsetzung losgehen. Erwähnt seien noch, ohne hier weiter darauf einzugehen: Ring Groups, IVR (Interactive Voice Response), Queues, Conference Rooms, Announcements. Es gibt viele Endpunkte, die Rufnummern erreichen können.

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Stephan Luckow

Stephan ist Open-Source-Evangelist und ständig neugierig auf Technologien. Thematisch lassen sich seine Blogbeiträge am ehesten zusammenfassen unter "Wissensdurst (vorerst) gestillt".